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0604 Memorial in Wiesbaden

Info:

Wettbewerb 2006
Gedenkstädte für die Holocaustopfer in Wiesbaden


Lage:

Alte Synagoge, Wiesbaden


Ausloberin:

Landeshauptstadt Wiesbaden


Team:

Weber Poll Ingenieurbüro, Hamburg
Argus Stadt- und Verkehrsplaner, Hamburg
Burkhard Wand Lichtplanung, Hamburg



Der Grundgedanke für den Entwurf der Gedenkstätte
– ehemalige Synagoge am Michelsberg – ist, über das Erleben des authentischen Ortes der ehemaligen Synagoge das Erinnern an die Menschen zu ermöglichen.
Die Namen an diesem Ort lassen kein „Abstrahieren“ zu und verdeutlichen die persönliche Tragödie jedes einzelnen Menschen.
Die Plattform bildet die historische Ebene des Sockels der ehemaligen Synagoge nach. Es ist der authentische Ort in seiner Lage und Größe.
Zugleich ist es nicht ein Ort der aus dieser Zeit zu stammen scheint: ohne Stützen kragt die Plattform weit über die Coulinstraße aus und „schwebt“ über dem Alltag des Ortes.

Im Bereich der Mitte, auf dem eigentlichen Niveau der ehemaligen Synagoge, befinden sich in die Plattform eingelassene Öffnungen. Ihre Anzahl entspricht der Anzahl der ermordeten oder verschleppten Personen, die zu Opfern des Holocaust wurden. Jede dieser Öffnungen trägt auf der Oberseite der Plattform den Namen einer Person, dessen Geburtsdatum die Ausrichtung der Rohre bestimmt. An diesem Tag zu einer bestimmten Uhrzeit, fällt direktes Sonnenlicht durch das Rohr, dessen Projektion sich auf den darunter liegenden Straßenraum abbildet. Passanten und Autofahrer werden somit Teil des Denkmals.

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