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Stadtmuseum Wiesbaden

Ziel des Entwurfes ist die Stärkung des Kultur- und Grünstreifens zwischen Stadtstruktur und Villenstruktur. Durch die Konzentration der Gebäudemasse auf einer möglichst kleinen Fläche wird der Bedeutung eines öffentlichen Platzes für Bürger und Touristen Rechnung getragen. Dadurch beginnt der Park mit seinen Kultur- und Erholfunktionen bereits auf dem neuen Platz des Stadtmuseums an der Rheinstrasse.

Die Position des Gebäudes an der Ecke Rheinstraße-Wilhelmstraße nimmt historische städtebauliche Kannten des Ortes wieder auf und verstärkt die Torwirkung in Richtung Innenstadt.

 

Die äußere Form des Stadtmuseums stellt den Bezug zum einzigartigen „historischen Fünfeck“ des Altstadtkerns Wiesbadens her. Diese Umrisskante des Gebäudes in der Ansicht zur Wilhelmstraße  ist die Identifikation und Verortung des Stadtmuseums mit Wiesbaden.

Wie mit einer Stanzform (Gebäudehülle) wird der Inhalt des Museums aus dem Boden entnommen (Bohrkern). Der Kern des Gebäudes symbolisiert die Erdschichten, die der Stadt Wiesbaden die Quellen und damit ihre Entstehungsgeschichte eröffnet haben. Die Schichten werden in dem sog. Zeitpfad durchwandert, der in das Volumen des Gebäudes eingegraben erscheint. Auf diesem Weg, der die Haupterschließung zu den verschiedenen Abteilungen bildet, werden die Epochen der Stadtgeschichte chronologisch durchwandert. Der Rundgang endet in einem Präsentationsraum für aktuelle und zukünftige Stadtentwicklung mit Blick über das Wiesbaden von heute. Das Museum zeigt sich dem Besucher in seiner sichtbaren Kubatur als öffentlicher Ort; ein Gebäude, das Geschichte sichtbar und erlebbar macht. Alle dieser Funktion dienenden Bereiche (Verwaltung, Depot etc.) sind im Untergeschoss untergebracht und stört damit nicht das "intuitive Verstehen" dieses Museums.

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